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Interview mit Hanna Armoutzidis von der Audi-Schanzer-Fußballschule über das dreitägige Feriencamp bei den Bieswanger Sportfreunden, welches Anfang Juni stattfand.

002In den Pfingstferien fand bei den SF Bieswang wieder das Fußballcamp der Audi-Schanzer-Fußballschule (ASF) des FC Ingolstadt statt. Unter der Leitung der beiden Trainer Leon Puchtler (20, Student der Sportwissenschaften) und Hanna Armoutzidis (23, Studentin der Sonderpädagogik an der Uni Würzburg) sowie der Mithilfe der gastgebenden Sportfreunde erlebten 25 junge Fußballer drei interessante Tage. Die Zusammenarbeit zwischen den Sportfreunden und der ASF läuft für den 400 Mitglieder zählenden Vereins schon seit mehreren Jahren bestens und ist zum festen Bestandteil im Jahresablauf geworden. Am Rande des Camps nahm sich Hanna Armoutzidis, Zeit, um Einblicke in die Arbeit der Campleitung zu gewähren.

Wie geht man ein Camp wie das bei den Sportfreunden Bieswang an?

Hanna Armoutzidis: Im Grunde ist es wie bei jedem Camp. Wenn man zum ersten Mal dabei ist, weiß man

nie genau, was einen erwartet. Jedes Camp und jeder Campleiter hat seine eigenen Abläufe, Routinen und Regeln, sodass keines dem anderen gleicht. Deshalb geht man anfangs offen und ohne feste Erwartungen an die Aufgabe heran. Hier in Bieswang haben wir schnell gemerkt, dass wir eine sehr fußballbegeisterte, motivierte und zugleich humorvolle Gruppe haben. Das macht unsere Arbeit als Trainer nicht nur angenehmer, sondern auch deutlich einfacher. Besonders wichtig ist, dass alle Kinder Spaß haben und mit Freude dabei sind. Eine gut funktionierende Gruppe erleichtert die Trainingsarbeit enorm und ermöglicht es uns, viele Inhalte in relativ kurzer Zeit zu vermitteln. Schließlich möchten wir den Kindern in den drei Tagen des Camps möglichst viel mit auf den Weg geben.

Ist dabei die Talentsichtung auch ein Thema?

Eigentlich nicht, zumindest kommen wir nicht hierher, um gezielt Ausschau nach Talenten zu halten. Natürlich merkt man schon nach kurzer Zeit, wenn ein besonders talentierter Nachwuchskicker in der Gruppe dabei ist. Mit einem klassischen Scouting hat das Camp aber nichts zu tun.

001Was sind die Schwerpunkte der Arbeit im Camp ?

In erster Linie wollen wir die Basics trainieren, also das Zweikampfverhalten, die Spielübersicht, die Ballbehandlung und zum Beispiel die Dribblings. Aber auch spezielle Spielformen, die die Teilnehmer noch nicht in dieser Art und Weise kennen, stehen auf dem Programm. Wir wollen auch die Motivation in der Gruppe fördern und das Gefühl des Miteinanders stärken, wozu auch die Beachtung von Anstand und Regeln gehört.

Wie viele Gestaltungsmöglichkeiten hat das Trainerteam ?

Sehr viele, wir können im Prinzip frei entscheiden und einteilen, wie wir es im Detail machen. Das Grundgerüst ist vorgegeben, wir schmücken es quasi aus. Man muss auch eine bestimmte Flexibilität mitbringen, nicht jedes Camp ist gleich.

Was hat Ihnen an dem dreitägigen Camp in Bieswang besonders gefallen ?

Wir blicken auf angenehme Tage zurück. Die Kinder haben das Fairplay gelebt und sich in der Gruppe sehr gut verhalten. Es waren alles Kicker, mit denen man arbeiten konnte. Die Sportfreunde waren ein sehr guter Gastgeber und stellten mit Stefan Kiermeyer das perfekte Bindeglied. Das Essen war gut, die Zusammenarbeit unkompliziert. Besonders schön finde ich in Bieswang das Abschlussspiel der Camp-Teilnehmer gegen ihre Eltern. Es ist ein toller Abschluss der drei Tage und zeigt auf, wie nah man letztlich zueinandersteht.

Wie passen Studium und die Arbeit im Camp zusammen ?

Das Studium hat Vorrang, die Camps sind eine sehr gute Ergänzung die sportlichen und sozialen Bereiche betreffend. Das gehört ja irgendwie auch zusammen.

Welche Camps ragen heraus?

Besonders interessant finde ich die Übernachtungscamps, weil sie eine Chance bieten, was von „der Welt“ zu sehen. Mal in Wilhelmshaven, mal in Wien. Die Zusammenarbeit ist noch intensiver, da man in der Regel mehr Zeit mit dem Verein bzw. den Teilnehmern verbringt und es auch Fünf-Tages-Camps sind. Anders ist es in Bieswang, weil man ja „nur“ tagsüber beieinander ist. 

Was traust Du der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM zu ?                                       

 ….. lacht ……. Ich sehe für das Team gute Chancen bei der anstehenden WM. Der Elf traue ich sogar den Titel zu. Hoffentlich entfacht sich im Land auch eine WM-Euphorie.

IMG 20260605 WA0007Hanna Armoutzidis: mal Studium, mal Camp-Leiterin bei der Audi Schanzer Fussballschule